Die Bürgerbefragung am 20.11.2011

( ) Ja, in der Gemeinde Krummhörn soll der Ferienpark Greetland gebaut werden können. Der Bebauungsplan 0306 Eilsum soll daher zu diesem Zweck geändert bzw. neu aufgestellt werden.

( ) Nein, in der Gemeinde Krummhörn soll der Ferienpark Greetland nicht gebaut werden können. Der Bebauungsplan 0306 Eilsum soll daher zu diesem Zweck nicht geändert bzw. neu aufgestellt werden.

NEIN zu Änderung des Bebauungsplan ist auch ein NEIN zu Greetland und noch viel mehr.

Warum ???

Sollte der bestehende Bebauungsplan nicht geändert werden, so wird die Investorengruppe von Ihrem Bauvorhaben Abstand nehmen, da die Ziele der Planungen nicht erreicht werden.

Sollte der Bebauungsplan geändert werden und die Investorengruppe schafft es aus anderen Gründen nicht das Projekt zu verwirklichen so muss allen klar sein, dass jeder neue Investor dort einen Ferienpark oder etwas anderes errichten könnte. Eine Genehmigung würde erfolgen und der „neue“ muss nur die vorgegebenen „Eckmaße“ einhalten. Somit könnten z.B. Gebäude mit Außenmaßen von teilweise über 50 m Seitenlänge und bis zu 17 m Höhe entstehen (Quelle Entwurf des Bebauungsplans 08/2010 bzw. Antrag Baugenehmigung)

Bedeutung der Bürgerbefragung am 20.11.2011

Diese Bürgerbefragung ist von enormer Wichtigkeit – erstmalig werden die Krummhörner Bürger auf Anregung der Oppositionsparteien nach Ihrer Meinung gefragt – was bedeutet das?

Die Politik in der Krummhörn muss bürgernah werden! Und dabei hilft die Bürgerbefragung auch bei zukünftigen Großprojekten oder anderen wichtigen Entscheidungen. Aber es muss eine hohe Beteiligung (mindestens 35 % der Wahlberechtigten) geben, denn sonst heißt es in der Zukunft: „wir haben es probiert, aber die Bürger beteiligen sich nicht“ und somit nehmen wir uns jede Chance mitzuwirken.

Die Liebenswürdigkeit einer Region erkennt man von Weitem !

 

Die Krummhörn mit 19 Ortschaften: jede einzelne ist für sich auf seine Weise lebens- und liebenswert. Für viele liegt der Focus in punkto Tourismus auf Greetsiel aber auch alle anderen Ortschaften sollten von der Attraktivität unserer Region profitieren.

...wir sagen JA zur Weiterentwicklung des Tourismus aber auf eine andere, sanftere Art als mit einer Bettenburg. Wir stellen uns vor, dass die Krummhörn noch attraktiver wird durch ein Zusammenwachsen aller Ortschaften und Maßnahmen zum Erhalt und zur Steigerung der Lebensqualität in den Dörfern – für Einwohner und Gäste. Ein Tourismuskonzept in Zusammenarbeit mit der Gemeinde u. Bürgern könnte Strukturen verbessern und mit festgelegten Zielen „neues“ für Gäste u. Einheimischen bringen. Solche Konzepte wurden z.B. in Norddeich, Dornumersiel, Juist erfolgreich entwickelt – und auch wir könnten an Fördergeldern partizipieren ! Die Solidarität der Orte untereinander sollte dabei nicht vergessen werden. Greetsiel braucht jetzt die Hilfe und Unterstützung aller ! Greetsiel wird sich bei neuen Entscheidungen für die Belange anderer Ortschaften wie auch in der Vergangenheit stark machen (z.B. Brücke Grimersum).

Zum Schluss nur noch eine Frage: Brauchen wir das wirklich ?

Brauchen wir das übliche Totschlagargument aber dennoch zweifelhafte Versprechen von Arbeitsplätzen ? Es ist unklar von wem diese Stellen (aus EU-Ländern ?) besetzt werden und wie viele langjährig besetzte Stellen dabei im Gegenzug wegfallen ? Fakt ist, dass in Greetsiel Stellenangebote in der Gastronomie nicht besetzt werden konnten. Hierbei handelt es sich um Voll- und Teilzeitstellen ! Probleme sind: Arbeitszeiten u. Wochenenddienste, fehlende Unterkünfte, mangelnde öffentliche Verkehrsanbindung (die z.B. nicht den Pausen-Anfangs-Arbeitsend- Zeiten entsprechen) und nicht jeder Mitarbeiter hat einen PKW.

Brauchen wir ein Risikoprojekt um die Krummhörn für Touristen und Einheimische liebens- und lebenswert zu erhalten? Brauchen wir ein Schwimmbad, das ein oder sogar zwei andere Bäder (Gesundheitsoase und Udo-Solick) vielleicht die Existenz kosten wird und welches weit hinter Alternativangeboten aus der Umgebung (Ocean-Wave, Friesentherme, Neubau in Aurich) zurückliegt ? Brauchen wir eine Bettenburg vor der Tür, wenn wir doch dort das Weltnaturerbe Wattenmeer haben ?

Warum zählen die über 16.600 Unterschriften unserer Gäste nicht ? Ja, es stimmt, die meisten geleisteten Unterschriften gegen Greetland sind von Gästen... aber das sind die Menschen von denen der Tourismus lebt und die wissen, was der Gast bei uns sucht !

Gehen Sie zur Bürgerbefragung am 20.11.2011, denn auch Ihre Stimme zählt !